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Until we grow Wings Katarzyna Badach – Alfredo Ramos Fernandez

Der Film zeigt das Straßensurfen als subversive Praktik in einem offiziell egalitären System.
Im sozial schwachen Viertel Buena Vista in Havanna, Kuba, ist diese verbotene Freizeitbeschäftigung eine der wenigen, die sich die jugendlichen Bewohner leisten können. Mit der Polizei Katz und Maus spielend nehmen sie vorbeifahrende Fahrzeuge in Beschlag und surfen auf Turnschuhen bis ihnen Flügel wachsen (Zitat eines Surfers). Abgesehen vom Spaß, geht es dabei ums Gesehen-Werden und um eine temporäre Veränderung von Machtverhältnissen. Autobesitz ist auf Kuba ein extremes Privileg und Zeichen von Macht. Öffentliche Verkehrsmittel gehören dem autoritären Staat.
Uns interesierte das Surfen vor allem als Ausdruck eines Greifens nach mehr Leben; der Sehnsucht danach, sich fliegend zu fühlen – und der sehr spezielle Moment, in dem dies, trotz Dreck und Regen, Realität zu werden scheint.